Fremde Welten schreien sich an

Karlspreisverleihung 2014. Auf dem Markt protestierte das Antikriegsbündnis Aachen. Das Jazenjuk die Lobrede auf Van Rompoy hielt, nannten die Gruppe "eine Provokation".

Karlspreisverleihung 2014. Auf dem Markt protestierte das Antikriegsbündnis Aachen. Dass der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk die Lobrede auf Van Rompuy hielt, nannte die Gruppe „eine Provokation“.

Karlspreis in Aachen. Das bedeutet auch immer, dass auf dem Katschhof gefeiert wird. Diesmal haben sich wieder mehrere mit Aachen verpartnerte Städte dargestellt, und ich konnte reichlich türkisches Baklava essen.

Auf dem Markt brüllten sich unterdessen zwei offenbar verfeindete Gruppen an. Also Grüppchen, würde ich mal sagen. Die einen schienen zu meinen, Putin sei ein Verbrecher und müsse nach Hause geschickt werden. Die anderen meinten, der Präsident der Ukraine sei das allergrößte Arschloch und hätte beim Karlspreis nix zu suchen. Beide Gruppen habe ich mir genau angeschaut, beide waren völlig harmlos. Nur laut und bang. 100 Polizisten in Kampfuniformen waren gleichwohl vor Ort. Oder es waren auch mehr, ich habe aber nicht mehr als 100 gesehen.

Die Hauptperson sollte heute aber eigentlich der neue Karlspreisträger, der Belgier Herman Van Rompuy sein. Dieser Mann hat offenbar in aller Stille in Brüssel für die EU Großes vollbracht. Es ist mir nichts davon bekannt, aber das kann an meiner Person liegen. Das ganze Event im Krönungssaal wurde übrigens via Video-Großleinwand auf den Markt übertragen. Neu war, dass eine Sängerin zwischen den Reden einige vom Karlspreisträger selbst verfasste und vertonte Haikus (japanische Kurzgedichte) vortrug. Bei den Reden der drei Ministerpräsidenten (von Moldawien, Georgien, Ukraine) hatte man den Eindruck, dass die EU nirgendwo so beliebt ist wie bei denen, die nicht dazugehören.

"Swing.it" machte seelenvoll Musik auf dem Katschhof.

„Swing.it“ machte seelenvoll Musik auf dem Katschhof.

Schön war die Musik der Band „Swing.it“ auf dem Katschhof. Das Jazzquartett brachte Welthits, alles wippte mit den Füßen. Die elegante, seelenvolle, packende Swingmusik passte gut zum Anlass und zum Himmelfahrtstag. „Swing.it“ das sind: Gero Körner (Piano), Geert Rohloffs (Schlagzeug), Manfred Hilgers (Kontrabass) und Heribert Leuchter (Saxophon).

Der Karlspreisträger 2014: http://de.wikipedia.org/wiki/Herman_Van_Rompuy

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