Stadtverwaltung Aachen will für 500 Flüchtlinge Container aufstellen

In der Sitzung des Integrationsrats der Stadt Aachen wurde (am 10. Juni) ein neue Plan der Verwaltung vorgestellt: Es sollen weitere Container für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden. 

Der Leiter des Fachbereichs Soziales und Integration, Herr Emonts, berichtete in der Sitzung, dass die Verwaltung auf einem Sportplatz im Bereich der Adenauerallee 75 Container  aufstellen möchte und so Unterkünfte für 100 Flüchtlinge schaffen will. Insgesamt will sich die Verwaltung zusätzliche Container für 500 Flüchtlinge genehmigen lassen.
Über diese Variante des Umgangs mit Flüchtlingen soll in der gemeinsamen Sondersitzung der 3 Ausschüsse für Soziales, Integration und Demographie, Finanzausschuss und Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss am Dienstag, 23. Juni, beraten werden. Die Piratenpartei in Aachen lehnt  dieses Vorhaben ab.

Sowohl Container als Unterbringungsmöglichkeit in Betracht zu ziehen als auch das Vorgehen der Verwaltung, diese Lösung immer wieder als alternativlos darzustellen, empfinden die Piraten als unangebracht. „Die aktuelle Notlage ist durch die Aachener Politik selbstverschuldet“, teilten Vertreter der Partei mit. Unter OB Phillipp und auf Betreiben der CDU sei seit 2009 der Bestand an Sozialwohnungen aktiv verringert und der Soziale Wohnungsbau zurückgefahren worden.

Die BundesAnstalt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gibt die Zahl der Asylsuchenden jeden Monat per Newsletter (E-Mail) bekannt. Man kann ihn übrigens unter folgendem Link abonnieren: https://www.bamf.de/DE/Service/Bottom/Newsletter/newsletter_node.html
Sie Piraten schreiben: „Die aktuell steigenden Flüchtlingszahlen waren seit Jahren absehbar. In der Aachener Politik und in der Stadtverwaltung wird seit Jahren aber nur geredet und zugleich über Zeitknappheit geklagt. Das Ergebnis ist: schlechter Wohnraum, unnötig hohe Kosten und eine allgemeine Betroffenheit, die etwas wohlfeil wirkt.“

Die Piraten hatten im Januar einen Ratsantrag eingebracht, die Initiative „Flüchtlinge willkommen“ zu unterstützen. Der Verein „Flüchtlinge willkommen“ vermittelt Flüchtlinge in Wohngemeinschaften (WGs). Dem Antrag der Piraten wollte die Verwaltung jedoch nicht folgen, da man den Vermittlungserfolg als irrelevant einstufte.

„Wir können der Einschätzung der Verwaltung nicht folgen. Wir sehen die Vermittlung von Flüchtlingen in WGs als ideale Maßnahme zur Integration von Flüchtlingen. Die vorhandene Willkommenskultur in unserer Stadt würde so gefördert. Ich bin entsetzt, welches Bild von Seiten der Verwaltung hier skizziert wird, von einem Verein der vorbildliche Arbeit leistet.“ kritisiert Marc Teuku, Ratsherr der Piratenpartei in Aachen. Bevor teure, wenig ansprechende und wenig nachhaltige Container angeschafft werden, sollten alle anderen Alternativen ausgeschöpft sein.

 

2 Gedanken zu “Stadtverwaltung Aachen will für 500 Flüchtlinge Container aufstellen

  1. Im Büro“hochhaus“ im Bushof an der Ecke zur Kurhausstraße wird gerade unter Hochdruck umgebaut, um dort in Bälde ein Unterkunftshaus für Flüchtlinge zu eröffnen.

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