Musical-Abend auf dem Katschhof mit Nicole Malangré

Es darf ein bisschen mehr sein: Auf dieser imposanten Bühne wird in den kommenden Tagen nicht nur gebetet. Es werden auch Songs aus einem neuen Karl-Musical vorgetragen.

Es darf ein bisschen mehr sein: Auf dieser imposanten Bühne wird in den kommenden Tagen nicht nur gebetet. Es werden auch Songs aus einem neuen Karl-Musical vorgetragen.

Gewusel rund um Dom und Rathaus: Für drei Ausstellungen und die Feiern zur Heiligtumsfahrt kommen die Arbeiten langsam zu einem Ende. An jeder Ecke wird gerade noch gebastelt und geschoben, zurechtgerückt und eingefügt.

Und weil die imposante Bühne für die Heiligtumsfahrt auf dem Katschhof einmal steht, wird sie auch für ein Kulturprogramm genutzt. Nicht nur für Messen. Am kommenden Dienstag, 24. Juni, werden Songs aus einem neuen Musical gesungen. Dabei hat das Aachener Publikum Gelegenheit, die Aachener Künstlerin Nicole Malangré mal wieder zu erleben.

Gaben Kostenproben von „Karl - das Musical“: Nicole Malangré und Komponist Karl Frenzel.

Gaben Kostenproben von „Karl – das Musical“: Nicole Malangré und Komponist Karl Frenzel.

Das Bistum ist als eine Art Sponsor dabei, und das Musical handelt natürlich – wie könnte es im Karlsjahr anders sein – von Karl dem Großen. Es singt auch nicht Nicole Malangré allein, sondern mit ihr stehen noch Karim Khawatmi und Dietmar Ziegler auf der Bühne. 1600 Musical-Fans dürfen auf dem Katschhof Platz nehmen, auf die neue Treppe im Rücken des Rathauses dürfen sich weitere Personen setzen. Sehr zur Freude der Geistlichkeit, so konnte man bei der Präsentation des Musical-Abends erfahren, wird Karl in den Songs nicht als grausamer Herrscher vorgestellt, sondern ausdrücklich als Mann mit Gefühlen, mit Feingefühl sogar, Moral, dezenter Religiosität und allem, was Menschen sympathisch macht.

Initiator und Komponist des Stücks ist Karl Frenzel, der schon seit ein paar Jahren an dem Musical arbeitet und es am liebsten am Theater Aachen aufführen möchte. Einige seiner Songs wurden der Presse und zahlreichen Bloggern schon vorgeträllert, und ich darf sagen: Sie sind sehr eingängig. Aber das ist bei neueren Musicals ja immer so. Die schöne, volle Stimme von Nicole Malangré erfreute jedenfalls bei der Kostprobe das Publikum.

1600 Stühle stehen für Musical-Fans parat.

1600 Stühle stehen für Musical-Fans parat.

Los geht es am Dienstag um 20.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Wer ganz sicher sein will, dass er einen Sitzplatz bekommt, sollte deutlich früher auf dem Katschhof erscheinen. Tags zuvor (Montag, 23. Juni) wird die CD mit den Songs noch bei Saturn in Aachen vorgestellt. Beginn ist um 17 Uhr. Die CD kostet 15 Euro, 1,50 Euro werden zum Erhalt des Aachener Domes eingesetzt.

Wer mehr über Nicole Malangré erfahren will:http://de.wikipedia.org/wiki/Nicole_Malangré

Seit 1349 alle sieben Jahre: Zeigung, Zeigung, Zeigung

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Die uralten Textilien, die als Heiligtümer einmal alle sieben Jahre in Aachen erhoben (ausgepackt) werden, befinden sich in einer besonders schönen Kiste. Und die Kiste ist mit einem kunstvoll gearbeiteten Schloss verriegelt.

Nachdem die Textilien wieder in die Kiste gelegt wurden und abgeschlossen worden ist, wurde bisher jedes Mal der Schlüssel zerbrochen, damit bloß keiner vor der Zeit an die Heiligtümer rankommt. Das Schloss wurde dann – in Anwesenheit alle Aachener Honoratioren – immer nach sieben Jahren mit einem Hammer zerschlagen, um überhaupt an die Textilien heranzukommen.

Die zerdepperten Schlösser werden gleichwohl aufbewahrt. Hier ist eins davon. Sehen kann man das von außen am Dominformationsbüro. Es liegt dort hinter einer dicken Panzerglasscheibe wie in einem Tresor. 

Werbung für die Heiligtumsfahrt an der Kirche St. Nikolaus in der Großkölnstraße

Werbung für die Heiligtumsfahrt an der Kirche St. Nikolaus in der Großkölnstraße

Die Heiligtümer, das sind unter anderem das Kleid der Mutter Gottes, das sie bei der Geburt ihres Sohnes getragen haben soll. Dann die Tücher, also die Windeln, in die sie das Kind wickelte. Und ein Tuch, das Jesus um die Hüften trug, als er am Kreuz hing. Tja. Diese Geschichte kann hinten und vorne nicht stimmen. Auch ist das Kleid so riesig, da passen drei Frauen rein. Seht es euch an.

Was aber stimmt, ist, dass der Stoff tatsächlich mehr als 1000 Jahre alt ist. Und es ist nachvollziehbar, dass man ein Stoffteil lange aufbewahrt, um an etwas Schönes, etwas Besonderes erinnert zu werden. Es hat wohl jede/r seine Reliquienkiste in einer Schublade, die nur ganz selten geöffnet wird und in der sich die Gegenstände (oft Briefe) befinden, die eine/n an einen ganz besonderen Menschen erinnern. Insofern: Alles nicht so schwer verständlich.

http://www.heiligtumsfahrt2014.de

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