Aachen: Chronoskope werden aufgestellt

 

Chonoskop von vorne.

Chonoskop von vorne.

Jetzt sind sie da, die Chronoskope. Wie im Februar und März diesen Jahres im Ausschuss diskutiert und im Rat beschlossen. Ein Chronoskop wurde schon ausgepackt und konnte auf dem Katschhof bewundert und benutzt werden, als die Neugestaltung von Rathaustreppe und zwei kleinen Straßen in Domnähe gefeiert wurde. Die Freiraumgestaltung an der Johannes-Paul-II.-Straße, der Ritter-Chorus-Straße und am Klosterplatz kostete rund 2,6 Millionen Euro, wovon zwei Drittel durch den Bund bezahlt worden sind.

Die anderen Chronoskope waren bisher noch in Holzkisten verpackt. Wann sie ausgepackt werden, ist hier nicht bekannt.

Die Treppe, der neugestaltete Platz, die neue Dominformation und die beiden Straßen gefallen sehr. Man hält sich dort gern auf. Ich freue mich schon, bei schönem Wetter dort zu sitzen.
Die neuen Chronoskope sehe ich ungern, denn ich weiß, dass daran sofort Beschädigungen stattfinden werden. Auch finde ich die Lösung, Menschen mittels dieser Teile zu informieren, nicht zeitgemäß. Das wurde hier schon alles niedergeschrieben (s. Link unten). Die Teile sind dazu da, Touristen kostenlos über das zu informieren, was sie gerade sehen. Und zwar in drei Höhen. Die untere Höhe ist für Rollstuhlfahrer und Kinder gedacht.

Aus anderer Perspektive.

Aus anderer Perspektive.

Generell sollte mit Stadtmöblierung sehr, sehr sparsam umgegangen werden. Heimbach, Monschau, Nideggen  und andere Eifelstädte neigen dazu, sich viel Krempel in die Straßen und auf die Plätze zu stellen. Schön ist das nicht. Da ist hier noch ein Hinweisschild platziert, da noch ein Figürchen, hier noch ein Brünnchen und da noch eine Bank, wo man eigentlich gar nicht sitzen kann. Alles soll die Situation verschönern, erreicht wird aber das Gegenteil.

„Weniger ist mehr“ so lautete angeblich ein Lehrsatz des weltberühmten in Aachen geborenen Architekten Mies van der Rohe. Und Mies ist auch der einzige, für den ich mir noch ein Denkmal in Aachens Innenstadt wünsche.

Folgere Zeilen hat das Presseamt der Stadt noch mitgeteilt:

Im Rahmen des 5,5 Millionen Euro schweren Konjunkturpakets waren noch weitere Bausteine enthalten: So wurde der Marienturm durch Bauforscher und Archäologen untersucht. „Wir haben vieles an Erkenntnissen dazu gewonnen. Außerdem vermitteln die Chronoskope Einblicke in die Geschichte Aachens, darüber sind wir sehr glücklich“, erläuterte Monika Krücken, Leiterin der Abteilung Denkmalpflege und Archäologie der Stadt Aachen.

Die Chronoskope werden in den nächsten Wochen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet aufgestellt. Dort werden kleine Filme gezeigt. Außerdem wurden im Rahmen des Investitionsprogramms die Dominformation errichtet und der Dom saniert.